Am 4. November 2025 stand an der Fachoberschule des RRBK alles im Zeichen des Klimas. Im Rahmen des europäischen Kulturprojekts »Spaces for Future« nahmen die Schüler*innen der Klasse 11,12 und 13 an einem besonderen Workshop des STUDIO 7 Theaters aus Schwerte teil. Mit einem eigens entwickelten Brettspiel zur Klimakrise reisten die Klassen gedanklich von der Gegenwart bis ins Jahr 2100.
Begleitet von Hörbeispielen und Zukunftsszenarien wurde deutlich, wie stark unser heutiges Handeln die Welt von morgen prägt. Das Projekt, gefördert von der Europäischen Union, machte eindrucksvoll bewusst, dass nachhaltige Entscheidungen nicht nur individuell, sondern vor allem gemeinsam getroffen werden müssen.
Als besonderes Highlight erhielt die Schule das Spiel als Geschenk – so können die Schüler*innen auch künftig im Unterricht weiter darüber nachdenken, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.
Auf den Spuren der Gestapo – Lernort Geschichte für den Literaturunterricht
Im Rahmen des Deutschunterrichts, in dem Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ gelesen wird, besuchte die FOS 13 das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (EL-DE-Haus). Der Lernort bietet unmittelbare Einblicke in die Verfolgungs- und Terrorpraxis der Gestapo – genau jene historische Realität, die den erzählten Figurenhorizont des Romans prägt.
Vor Ort setzten sich die Schüler*innen mit der Geschichte des Hauses, originalen Haftzellen und Quellenmaterial auseinander. Begleitet von fachkundiger Vermittlung wurden historische Begriffe geklärt, Biografien von Verfolgten betrachtet und Bezüge zur Gegenwart diskutiert: Was bedeutet individuelle Verantwortung? Wie wirken Recht, Moral und Erinnerung in einer Demokratie zusammen?
Die Exkursion diente als inhaltliche Vertiefung und als Reflexionsraum: Die Eindrücke werden nun im Unterricht aufgearbeitet – u. a. durch Materialanalysen, Textstellenvergleiche und kurze Reflexionsaufgaben, die die historischen Befunde mit Motiven aus „Der Vorleser“ (Schuld, Scham, Recht/Gerechtigkeit) verbinden. Ziel: Literatur nicht nur lesen, sondern im historischen Kontext verstehen – und daraus Haltungen für die Gegenwart ableiten.
Die Klasse AS3 M1A verbrachte im Mai 2025 gemeinsam mit ihren Lehrkräften eine abwechslungsreiche Klassenfahrt in den Südschwarzwald. Neben gemeinschaftlichen Aktivitäten im Selbstversorgerhaus standen Naturerlebnisse, Bewegung und kulturelle Eindrücke im Mittelpunkt. Höhepunkte waren eine geführte Wanderung mit dem Förster, sportliche Einheiten sowie der Besuch des Vitra Design Museums in Weil am Rhein. Die Fahrt verband Architektur, Design und Abenteuer zu einem gelungenen Gemeinschaftserlebnis.
Die Klasse AS3 M1A unternahm zusammen mit ihren Lehrkräften Frank und Uli im Mai 2025 eine mehrtägige Klassenfahrt in den Südschwarzwald. Ziel war der kleine Ort Gersbach, idyllisch gelegen mit weitem Blick über die umliegenden Täler. Untergebracht in einem Selbstversorgerhaus, entwickelte sich schnell ein Gemeinschaftsgefühl – gemeinsam wurde gekocht, gegessen und der Abend gestaltet.
Ein zentraler Bestandteil der Fahrt war das Naturerlebnis. Bei einer geführten Wanderung mit dem Förster konnten die Schüler:innen nicht nur die eindrucksvolle Landschaft erleben, sondern auch viel über den heimischen Wald, seine Tierwelt und ökologische Zusammenhänge lernen. Kühe, Lamas und andere Tiere begegneten der Gruppe dabei auf ihrem Weg. Während einige sich für eine gemütlichere Freizeitvariante mit Spaziergang und Kaffeetrinken entschieden, erklomm eine kleine Gruppe mit sportlichem Ehrgeiz unter der Leitung der Lehrkräfte sogar einen der umliegenden Gipfel (inklusive Aussichtsturm).
Für Abwechslung sorgte auch das sportliche Angebot am Abend: Eine Boxeinheit mit Frank brachte Bewegung, Spaß und die Möglichkeit, sich einmal ganz anders auszupowern.
Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des Vitra Design Museums in Weil am Rhein. In einer professionellen Führung erfuhren die Schüler:innen, wie Architektur und Design über reine Funktionalität hinausgehen – hin zu Vision, Formensprache und gesellschaftlicher Bedeutung. Begriffe wie der Pritzker-Preis, das „Nobelpreis-Äquivalent“ der Architektur, wurden anschaulich erklärt und in einen verständlichen Kontext gebracht.
Die Klassenfahrt verband auf gelungene Weise Gemeinschaft, Naturerlebnis, Bewegung und kulturelle Bildung. Neben dem Spaß stand auch das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt – ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Klassenzusammenhalts.
Ein herzlicher Dank gilt den begleitenden Lehrkräften sowie allen Beteiligten für Organisation, Engagement und Humor.
Kreatives Kooperationsprojekt mit Ökorausch und dem Haus des Waldes
Die Klassen AS3U1B und AS3U2 des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs setzten sich unmittelbar vor den Sommerferien in einem Kooperationsprojekt mit ökoRausch und dem Haus des Waldes Köln kreativ mit Natur und Nachhaltigkeit auseinander. Nach einem Tag im Wald entstand unter der Leitung von Cordula Körber eine Rauminstallation, die Naturerlebnis und Kunst vereint – Grundlage für eine geplante Ausstellung im Haus des Waldes.
Kurz vor den Sommerferien wurde es am Richard-Riemerschmid-Berufskolleg (RRBK) noch einmal richtig trubelig und kreativ: Die beiden GTA-Klassen AS3U1B und AS3U2 nahmen an einem außergewöhnlichen, klassenübergreifenden Kunstprojekt teil, das Natur, Nachhaltigkeit und kreative Gestaltung miteinander verband. Initiiert wurde das Projekt von ökoRausch – Think Tank für Design und Nachhaltigkeit, in enger Kooperation mit dem Haus des Waldes Köln und unter der künstlerischen Leitung der Szenografin und Bühnenbildnerin Cordula Körber.
Natur erleben: Ein Tag im Wald
Der Auftakt des viertägigen Projekts fand mitten in der Natur statt – im Wald rund um Gut Leidenhausen in Köln-Porz. Unterstützt von Pädagoginnen der Waldschule konnten die Schülerinnen den Wald aus neuen Perspektiven erfahren: Bei einer Reihe von sinnlichen Stationen wie Waldbaden, dem Barfußlaufen über Moosteppiche und durch Bachläufe, dem Erkunden von Obstwiesen, dem Hören von Bäumen oder durch das gezielte Wissen über Flora und Fauna wurde der Wald nicht nur als Lernort, sondern auch als Inspirationsquelle erfahrbar.
Eine besondere künstlerische Aktion rundete den Tag ab: Mit leuchtend farbigen Wollfäden gestalteten die Schüler*innen ein gemeinsames Kunstwerk direkt im Wald – ein Symbol für Verbindung, Vielfalt und die kreative Gemeinschaftsarbeit.
Kunst im Raum: Kreative Umsetzung am RRBK
Zurück in der Schule, folgten drei intensive Workshoptage am RRBK. Unter der Anleitung von Cordula Körber entwickelten und realisierten die Schüler*innen eine Rauminstallation, die sich mit dem Erlebten im Wald auseinandersetzt. Aus Naturmaterialien, Fundstücken und viel gestalterischem Gespür entstand im Schulgebäude ein begehbarer künstlerischer Prototyp, der die Verbindung von Naturerfahrung und gestalterischer Auseinandersetzung erlebbar macht.
Diese Installation bildet zugleich die Grundlage für ein geplantes Ausstellungsprojekt im Haus des Waldes Köln, wo die Ideen der Schüler*innen in einem noch größeren Maßstab auf ein ästhetisches Äste-Konstrukt übertragen und öffentlich zugänglich gemacht werden sollen.
Ein Projekt mit Perspektive
Das Wald-Kunstprojekt hat gezeigt, wie fruchtbar die Verbindung von Naturpädagogik, Kunst und schulischer Bildung sein kann. Es ermöglichte nicht nur neue Lernerfahrungen außerhalb des Klassenzimmers, sondern förderte auch Kreativität, Teamarbeit und ein nachhaltiges Bewusstsein für unsere Umwelt.
Ein großes Dankeschön gilt Ökorausch, dem Haus des Waldes, Cordula Körber sowie allen beteiligten Schüler*innen und Lehrkräften für ihr Engagement und ihre Offenheit gegenüber neuen Lern- und Gestaltungsräumen.
Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung im Herbst – in der Natur und im Haus des Waldes Köln!
Unterstufe AS3 U1a taucht in experimentelle Grafik ein
Im Rahmen eines zweitägigen Workshops arbeitete die Unterstufe AS3 U1a mit der Kölner Illustratorin Katrin Stangl an experimentellen grafischen Techniken. Die Schüler:innen setzten sich mit Monotypie, Schablonentechnik sowie Kratz- und Schabetechnikauseinander und entwickelten vielfältige Bildideen. Die entstandenen Arbeiten dienen als Grundlage für drei Kalenderprojekte.
An zwei Workshoptagen Ende September hatte die Klasse AS3 U1a der Unterstufe die besondere Gelegenheit, mit der Kölner Illustratorin Katrin Stangl zu arbeiten. Im Zentrum des Workshops standen drei experimentelle grafische Techniken: Monotypie, Schablonentechnik und die Kratz- und Schabetechnik.
Mit viel Neugier, Kreativität und Offenheit näherten sich die Schüler:innen diesen handwerklich geprägten Verfahren und erprobten neue Ausdrucksformen jenseits des klassischen Zeichenunterrichts. Die Illustratorin Katrin Stangl begleitete die Gruppe mit professionellem Know-how, inspirierenden Beispielen und einem offenen Blick für individuelle Bildideen.
In kleinen Sequenzen stellte sie die Techniken vor, ließ Raum für freie Interpretation und unterstützte die Schüler:innen bei der Umsetzung ihrer Konzepte. Dabei entstanden überraschende und eindrucksvolle Bildwelten – mal verspielt und kleinteilig, mal expressiv, mal flächig und grafisch reduziert. Die Auseinandersetzung mit Form, Farbe und Material führte zu einer Vielzahl an Einzelarbeiten, die später als Rohmaterial für drei Kalender genutzt werden sollen.
Die Rückmeldungen aus der Klasse fielen durchweg positiv aus:
„Ich fand es spannend, wie viel man mit einfachen Mitteln wie Schere, Farbwalze oder Schwamm, einer Schablone oder der Schabetechnik ausdrücken kann.“
„Es war total befreiend, einfach mal wild drauflos zu drucken, ohne dass alles perfekt sein muss. Es ging einfach mehr ums Experimentieren.“
„Es ist schön sich zwei Tage nur einem Thema zu widmen und intensiv daran zu arbeiten. Es war irre zu sehen wieviel tolle unterschiedliche Arbeiten entstanden.“
Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie sehr künstlerische Prozesse vom freien Experimentieren profitieren – und wie inspirierend die Zusammenarbeit mit einer professionellen Künstlerin für den Unterricht sein kann.
Wir danken Katrin Stangl herzlich für ihre engagierte Arbeit und freuen uns schon jetzt auf die fertigen Kalender!