Nach Streik-Chaos vor den Osterferien und einem zunächst abgesagten Flohmarkt, konnte die G11-1 nach den Ferien doch noch das große Projekt des Halbjahres umsetzen!

Schon früh, Ende Januar um genau zu sein, hatten die Vorbereitungen dafür begonnen. Im Rahmen des Wirtschaftslehre-Unterrichts und dem aktuellen Thema, Projektmanagement, sollte die G11-1 Klasse sich mit der Organisation und Umsetzung des inzwischen alljährlichen Second-Hand-Flohmarkts auseinandersetzen. Dabei ging es nicht nur darum, sich über Größe, Artikel, Werbung und Waffeln Gedanken zu machen.


Über mehrere Wochen hinweg sammelten die Schülerinnen und Schüler spenden. Dafür mussten Teams gebildet und in Schichten eingeteilt werden, um sicherzugehen, dass jede Pause jemand in der Aula war und Spenden annehmen konnte. Diese wurden in einem Raum gesammelt und kurz vor dem großen Tag sortiert und bepreist. Preise für so viele Sachen zu finden war gar nicht so einfach – nach einigen Diskussionen aber nicht unmöglich und gleichzeitig eine wichtige Erfahrung für die Klasse. Die besondere Herausforderung an dieser Aufgabe war, dass man ein Gefühl dafür entwickeln sollte, um einschätzen zu können, welchen Wert die Spenden für die Schülerinnen und Schüler hatten und mit welchen Preisen die Artikel an neue Besitzer/innen verkauft werden könnten.

Am Tag des Flohmarkts war die Klassen entsprechend nervös – hatten wir genug Spenden gesammelt? Würde es genug Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte geben, die etwas kaufen wollten und die Preise gut fanden? Würde die G11-1 „genug“ verkaufen? Kaum begann die erste Pause, kamen die ersten Besucher/innen und der Trubel ging los! Es wurde gesucht, anprobiert, nachgefragt, diskutiert und verkauft. Die Zeit verging schnell und ganz plötzlich war schon wieder 13:30 Uhr und Zeit zum Aufräumen! Viele Artikel hatten neue Besitzer/innen gefunden, denn die Klasse hatte deutlich weniger am Ende des Tages zum wiederzusammenpacken. Auch in den Einnahmen spiegelte sich das ein paar Tage später wider – denn insgesamt hatte die G11-1 fast genauso viel Geld eingenommen wie in dem Jahr zuvor – und dieses Jahr waren deutlich weniger Klassen an dem Tag in der Schule gewesen! Das zeigte allen in der Klasse ein weiteres wichtiges Ziel hinter der Veranstaltung: Die Idee, dass die Schule sich als Gemeinschaft versteht, sich gegenseitig hilft und voneinander auch profitieren kann, indem man Kleidung und andere Dinge miteinander austauscht oder weiterverkauft, um durch den so wieder eine andere Person in der Schule zu unterstützen. Wie auch im letzten Jahr werden die Einnahmen dem Förderverein des RRBKs gespendet.
Text Dominik Winkel
Fotos Dominik Winkel und Wolfgang Huhn

