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Spendensammeln zum Welt-Aids-Tag mit Chutney-Tasting der IFK-3

Dieses Jahr starten wir mit dem Slogan Mitmachen – informieren – Solidarität zeigen in den Welt-Aids-Tag – und nehmen diesen Aufruf wörtlich…

Das Team Schule-der-Vielfalt hat wieder zusammen mit der SV einen Info- und Aktionsstand aufgebaut. Neben einer Vielzahl von Infomaterialien rund um das Thema HIV und Aids haben wir auch rote Schleifen und Kondome verteilt. Nach wie vor ist es wichtig, dass man sich über HIV und AIDS aufklärt und Bescheid weiß. Hierzu standen auch Infos in Ukrainisch, Arabisch und Türkisch bereit. 

Vielen Dank für die zahlreichen Kuchenspenden für unsere Sammelaktion – die freiwilligen Geldspenden übergeben wir der Aids-Hilfe-Köln. Dieses Jahr sind 163,43 Euro zusammengekommen – ein richtig tolles Ergebnis!

Besonders hat die IFK-3 (Internationale Förderklasse) die Aktion mit einem Chutney-Tasting unterstützt.

Die Schüler*innen haben im Unterricht bei Frau Imort und Herrn Huhn mit der mobilen Küche verschiedene Chutneys in Teamarbeit gekocht. 

Zuerst haben wir die Hygieneregeln mit Piktogrammen und Bildern kennengelernt. Anschließend haben die Schüler*innen überlegt, welche Zutaten Sie benötigen und haben Einkaufszettel und Rezepte formuliert. 

Die Schüler*innen hatten sehr kreative Ideen, so gab es z.B. ein Kartoffel-Chutney mit Mandeln und Rosinen oder ein Erdbeer-Mango-Chutney.

Die Schüler*innen haben sehr gut zusammengearbeitet und sich gegenseitig unterstützt: Zutaten zerkleinern, kochen, aufräumen, abwaschen.  So haben wir in vier Unterrichtsstunden etwa 20 Einweckgläser Chutney einwecken können.

Wir haben mitgemacht, haben uns informiert und Solidarität gezeigt – herzlichen Dank an alle Mitwirkenden.

Foto  Dominik Winkel, Wolfgang Huhn, Clara Imort, Manisha Berkigt

Text Wolfgang Huhn

Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald

Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald

Es gibt Orte, die unsere Sichtweisen und Perspektiven wandeln. Orte, die wir mit bestimmten Erwartungen betreten, nur um zu erkennen, dass unser Erleben diese weit übersteigen. Die Gedenkstätte Buchenwald ist so ein Ort – einer, der sich tief ins Gedächtnis einprägt und dessen Geschichten uns begleiten, auch nachdem wir gegangen sind. Die Erfahrungen, die unsere Gruppe von 19 Schüler*innen, begleitet von Herrn Peldszus und Frau Danyel, in vier Tagen in der Gedenkstätte sammeln durfte, lassen sich nur schwer in Worte fassen.

Viele stille, bewegende Momente bleiben uns in Erinnerung. So etwa der Gang durch das Lagertor mit der Inschrift „Jedem das Seine“, gefolgt von einem Blick über das weite Gelände, der uns für einen Moment verstummen ließ. Auch der Besuch der Verbrennungsanlage und der Massengräber ging nicht spurlos an uns vorüber.

Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald

Manchmal herrschte Fassungslosigkeit. Etwa als wir erfuhren, dass auf dem Lagergelände einst ein Zoo existierte, wo Funktionäre unweit des Stacheldrahts, im Angesicht der Häftlinge, mit ihren Familien Spaziergänge machten. Ähnlich betroffen machte uns, wie das Lager später in der DDR instrumentalisiert wurde: Ein monumentales Denkmal für den eigenen Befreiungsmythos, errichtet rund um die nationalsozialistischen Massengräber.

Unsere Tage in Buchenwald wurden begleitet von Frau Castillo-Feuchtmann, einer Mitarbeiterin der Gedenkstätte. Sie erklärte uns nicht nur die Details, sondern ermöglichte durch die Schilderung individueller Lebenswege einen Zugang zum Thema und zeigte zudem die Geschichte Weimars und die Verstrickungen der Zivilgesellschaft auf. Durch ihre Führung wurde uns die Geschichte greifbar und die Dimensionen der NS-Zeit deutlich. Buchenwald war kein Lager, abgeschieden von der Bevölkerung – vielmehr war diese am Lagerbetrieb beteiligt, etwa durch Unternehmen, die daran verdienten. Buchenwald reichte sogar bis Köln: Die Alte Messe war eine Außenstelle, in der Häftlinge untergebracht waren, um Trümmer in der Stadt zu beseitigen.

Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald

Erschütternd waren auch Berichte über Anfeindungen, denen die Gedenkstätte täglich ausgesetzt ist. Frau Castillo-Feuchtmann erzählte, wie oft es zu Schändungen kommt, und dass Familien den Steinbruch oder sogar die Massengräber zum Schlittenfahren nutzen. Wir wurden selbst Zeugen von Situationen, in denen Besucher*innen und Ortsansässige wegen ihres Verhaltens angesprochen werden mussten. Solche Erlebnisse führten uns vor Augen, wie unterschiedlich die Lebenswelten in Thüringen und Köln sind.

In all diesen Tagen blieb Raum für Austausch und individuelle Auseinandersetzung mit den Eindrücken – sei es in der Kreativwerkstatt oder im Arbeitsraum. Am Abend brachten Tischtennis, Werwolf-Runden oder „Bares für Rares“ einen Hauch von Leichtigkeit, ein Innehalten und Durchatmen.

Die gesammelten Eindrücke sind schwer zu beschreiben. Doch bleibt bei allen das Gefühl zurück, eine nachhaltige, intensive und verbindende Erfahrung gemacht zu haben. 

© Redaktion: Nina Danyel

Textiler Bodenbelag als Inspirationsquelle für Moodboards

Im Rahmen der Interior Design Messe hatten die Raumausstatter*innen die Gelegenheit, in der Möbelfachschule Köln Moodboards zu entwickeln. Für die RA-Unterstufe gab´s zunächst eine Einführung der Firma objekt carpet aus Krefeld zu verschiedenen textilen Bodenbelägen und das Bemühen um Recyclingfähigkeit. Entscheidend sei dabei die Trennbarkeit in die ursprünglichen Ausgangsmaterialien.

Die Firma Anker aus Düren legte in ihrer Einführung den Schwerpunkt auf die Möglichkeiten farbiger Gestaltung von Arbeitsplätzen in der digitalen Arbeitswelt durch textile Bodenbeläge.

Danach waren die Warenproben der Teppichhersteller Ausgangspunkt für die eigene Entwicklung von Moodboards für verschiedene Kunden und Raumsituationen. 

Textiler Bodenbelag als Inspirationsquelle für Moodboards

Redaktion: © Dorothee Du Mesnil de Rochement

Am 4. November 2025 stand an der Fachoberschule des RRBK alles im Zeichen des Klimas. Im Rahmen des europäischen Kulturprojekts „Spaces for Future“ nahmen die Schüler*innen der Klasse 11,12 und 13 an einem besonderen Workshop des STUDIO 7 Theaters aus Schwerte teil. Mit einem eigens entwickelten Brettspiel zur Klimakrise reisten die Klassen gedanklich von der Gegenwart bis ins Jahr 2100.

Klimatag an der FOS: Eine Zeitreise in die Zukunft 

Am 4. November 2025 stand an der Fachoberschule des RRBK alles im Zeichen des Klimas. Im Rahmen des europäischen Kulturprojekts »Spaces for Future« nahmen die Schüler*innen der Klasse 11,12 und 13 an einem besonderen Workshop des STUDIO 7 Theaters aus Schwerte teil. Mit einem eigens entwickelten Brettspiel zur Klimakrise reisten die Klassen gedanklich von der Gegenwart bis ins Jahr 2100.

Begleitet von Hörbeispielen und Zukunftsszenarien wurde deutlich, wie stark unser heutiges Handeln die Welt von morgen prägt. Das Projekt, gefördert von der Europäischen Union, machte eindrucksvoll bewusst, dass nachhaltige Entscheidungen nicht nur individuell, sondern vor allem gemeinsam getroffen werden müssen.

Als besonderes Highlight erhielt die Schule das Spiel als Geschenk – so können die Schüler*innen auch künftig im Unterricht weiter darüber nachdenken, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.

Redaktion: © Christine Mai

FOS 13 im EL-DE-Haus

Auf den Spuren der Gestapo – Lernort Geschichte für den Literaturunterricht

Im Rahmen des Deutschunterrichts, in dem Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ gelesen wird, besuchte die FOS 13 das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (EL-DE-Haus). Der Lernort bietet unmittelbare Einblicke in die Verfolgungs- und Terrorpraxis der Gestapo – genau jene historische Realität, die den erzählten Figurenhorizont des Romans prägt.

Vor Ort setzten sich die Schüler*innen mit der Geschichte des Hauses, originalen Haftzellen und Quellenmaterial auseinander. Begleitet von fachkundiger Vermittlung wurden historische Begriffe geklärt, Biografien von Verfolgten betrachtet und Bezüge zur Gegenwart diskutiert: Was bedeutet individuelle Verantwortung? Wie wirken Recht, Moral und Erinnerung in einer Demokratie zusammen?

Die Exkursion diente als inhaltliche Vertiefung und als Reflexionsraum: Die Eindrücke werden nun im Unterricht aufgearbeitet – u. a. durch Materialanalysen, Textstellenvergleiche und kurze Reflexionsaufgaben, die die historischen Befunde mit Motiven aus „Der Vorleser“ (Schuld, Scham, Recht/Gerechtigkeit) verbinden.
Ziel: Literatur nicht nur lesen, sondern im historischen Kontext verstehen – und daraus Haltungen für die Gegenwart ableiten.

Redaktion: © Christine Mai