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Flagge zeigen für Europa und die Demokratie

Das RRBK ruft alle dazu auf, an den Europawahlen im Juni 2024 teilzunehmen. 

Bis zu den Europawahlen ändern wir unser Logo, um Flagge zu zeigen: Das RRBK-Logo wechselt die Farbe zu Europablau, umringt von den europäischen Sternen. Alle Schüler*innen können bei uns im Politik-Unterricht an den Juniorwahlen teilnehmen. 

»Use your vote«: Ab 16 Jahren haben alle deutschen Bürger*innen in dieser Europawahl das Recht, ihre Stimme abzugeben. Setzt Euch ein für Europa und die Demokratie. Eure Stimme zählt!

Du willst Dich aktiv bei den Wahlen mit einbringen? Werde Wahlhelfer.

Helges Leben

Das Jugendstück »Helges Leben« von Sybille Berg ist ein beeindruckendes Stück über Tod, Gott und existenzielle Angst in der modernen Gesellschaft.

Die Geschichte beschreibt, wie Tiere im Jahr 2004 die Macht übernehmen und Menschenleben als Unterhaltung anschauen. Helge ist das Hauptprogramm für einen Abend, und die Zuschauer sehen, wie er im Leben scheitert. Die Erzählung zeigt auf satirische Weise die Schwächen der menschlichen Gesellschaft auf und regt zum Nachdenken über unsere Existenz an. Die teilnehmenden AVB-Schüler*innen waren von dem Stück begeistert – eine glatte 10/10!

Redaktion: © Elisabeth Althoff

Stadtführung in Breslau / Wrocław: Besichtigung der Elisabethkirche

Deutsch-Polnische Jugendbegegnung

Polsko-niemiecka wymiana młodzieży

In der Zeit vom 18.–22.03.2024 besuchten 10 RRBK – Auszubildende aus den Bildungsgängen Maler*in und Lackierer*in und Glaser*in die Jugendbegegnungsstätte in Kreisau / Krzyżowa, Polen. 

Zusammen mit 8 Dachdecker*innen vom Kölner Nachbarberufskolleg Ulrepforte erlebten sie ein dichtes und intensives Programm: 

Im Mittelpunkt stand die Begegnung mit einer Gruppe Auszubildender von einem polnischen Berufskolleg aus Góra Śląska. Mit ein paar Brocken Polnisch, etwas Englisch und noch mehr deutsch-polnischer Übersetzung war das Miteinander intensiv. Sogar eine gemeinsame Baustelle mit Renovierungsarbeiten an der Jugendbegegnungsstätte konnte handwerklich höchst erfolgreich abgeschlossen werden.

Dazu gab es viel über „Europa“ zu lernen, denn der Ort Kreisau / Krzyżowa steckt voll europäischer Geschichte. Hier traf sich der „Kreisauer Kreis“ – eine Widerstandsgruppe gegen Hitler und die Nazis. Der Kreis um Helmuth James von Moltke plante vor 80 Jahren ein demokratisches und friedliches Europa, als der Kontinent noch unter faschistischem Terror litt.

In der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Arbeitslagers „Groß-Rosen“ / Rogoźnica
In der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Arbeitslagers „Groß-Rosen“ / Rogoźnica

Was der „Kreisauer Kreis“ wollte, konnten die Auszubildenden der drei Berufskollegs im Jahr 2024 erleben, auch wenn die ukrainische Fahne auf dem Gelände der Jugendbegegnungstätte daran erinnerte, dass Frieden und Demokratie auch heute in Europa nicht selbstverständlich sind.

Die polnisch - deutsche Gruppe auf den Stufen des Schlosses in Kreisau / Krzyżowa
Die polnisch – deutsche Gruppe auf den Stufen des Schlosses in Kreisau / Krzyżowa

Das RRBK dankt allen Unterstützer*innen und Geldgeber*innen dieser Bildungsreise – vor allem der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln, dem Verein „Bildung fördern e.V. – Verein der Freunde und Förderer des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds“, dem Evangelischen Kirchenkreis Köln-Süd, dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Stiftung Kreisau für europäische Verständigung.

Text: Jost Klausmeier-Saß  | Bilder: Anselm Gnoth

Klassenfahrt AS2O1 und AS3O1 im März 2024 nach Utrecht: Das obligatorische Gruppenfoto

Klassenfahrt nach Utrecht

Vom 18. bis 22. März 2024 war Utrecht für zwei Oberstufen der GTA-FHR Ausgangspunkt für viele schöne Unternehmungen. Utrecht erwies sich in kürzester Zeit als wahrer Glücksfall: Auf der einen Seite bietet Utrecht als viertgrößte Stadt der Niederlande ein attraktives Angebot an Kunst, Kultur, Kneipen und mit seinen Grachten, Parks und dem historischen Stadtbild eine unglaublich stimmungsvolle Atmosphäre, auf der anderen Seite ist seine Lage ein idealer Ausgangspunkt für andere Ziele – in unserem Fall Amsterdam und Rotterdam. Utrecht ist eine »junge« Stadt, und das merkte man (nicht nur) abends beim Zug durch die Kneipen und Restaurants: Gut 23 % aller Einwohner sind Studierende.

Aus Lehrersicht ideal war natürlich die Tatsache, dass alle Mitfahrenden volljährig waren. Das fanden unsere uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler auch: So blieb neben der Möglichkeit, täglich an einer gemeinsamen Aktivität teilnehmen, viel Zeit für ein individuelles Entdecken der vielen Freizeitaktivitäten, die Utrecht bietet.

Das Wetter spielte mit, es regnete kein einziges Mal, und oft schaute sogar die Sonne hervor. In Amsterdam stand das Street Art-Museums STRAAT auf der Tagesordnung, in Rotterdam lockte die Kunstsammlung Depot Bojmans sowie die Schlemmermeile Markthal.

Bootsfahrt in den Utrechter Grachten

Utrecht selbst lernten wir u. a. durch eine Bootsfahrt durch die Grachten kennen. Es kamen mal wieder die üblichen Verdächtigen zu spät – nein, Namen nenne ich nicht – dafür erlaubten wir uns in Absprache mit dem Kapitän einen Spaß und legten ab, kaum dass sie an der Mole standen … nur zum Schein natürlich! Klar nahmen wir sie noch mit!

Für mich persönlich war das absolute Highlight der Besuch des bekannten Illustrators Tobi Dahmen in seinem Atelier und neben den wunderbaren Arbeiten und Büchern, die wir betrachten durften, die Erkenntnis, dass selbst die ursprüngliche manuelle künstlerische Fertigkeit – das Zeichnen – mittlerweile (fast) völlig digitalisiert ist! Dies nimmt der Technik jedoch nichts an Zauber! Was bleibt, ist der Mensch, der den Zeichenstift virtuos führt, gleich ob auf haptisch spürbarem Papier oder auf einer digitalen Fläche. Danke, lieber Tobi, es war ein toller Nachmittag bei Dir! Erleichtert war ich, selbst in dieser Urtechnik der Gestaltung feststellen zu dürfen, dass eine gut strukturierte und verlustfreie Arbeitsweise in digitalen Programmen des Gestalters A und O ist. 😉

Besuch im Atelier des bekannten Illustrators Tobi Dahmen in Utrecht

Den letzten Abend verbrachten wir in einem irischen Pub, der uns einen eigenen Raum zur Verfügung stellte – mit wagenradgroßen Holztischen, mit abgegriffenen Leder bezogenen Bänken und einer Atmosphäre, wie sie nur an dem Abend einer Dart-Meisterschaft in einem Irish Pub aufkommen kann. Bei irischem Bier, Cocktails, Wein oder Softdrinks ließen wir es uns gut gehen – ein schöner Abschluss. Nein, von diesem Abend gibt es keine Fotos (die wir veröffentlichen möchten). Schön auch war die Aussicht auf erholsame Osterferien … man kommt nicht wirklich ausgeschlafen von einer Klassenfahrt zurück.

Ich schaue gerne zurück und kann abschließend nur sagen: Eine gelungene Klassenfahrt mit meinen Kolleg/innen Marina und Ben und 35 liebenswerten Schülerinnen und Schülern. Was sie in Utrecht möglicherweise auch an Dingen gemacht haben sollten, die wir nicht wissen durften – wir haben es nicht mitbekommen. Danke dafür! :-*

Vor der Kunstsammlung Depot Bojmans 

Redaktion: Heike Käser

Wer ist DEIN Vorbild?

Die Schüler*innen und Schüler der internationalen Förderklasse (IFK-3) haben sich im Fach Religion bei Herrn Conradus und Herrn Huhn mit dem Ikonenbegriff auseinandergesetzt. 

Eine Ikone (griech. Icon = Bild, Abbild) bezeichnet ursprünglich ein Heiligenbildnis. Ikonen sind Kultus- und Heiligenbilder der Ostkirchen, besonders der orthodoxen Kirchen des byzantinischen Ritus. Die meist auf Holz gemalten Bilder sind kirchlich geweiht und haben für die Theologie und Spiritualität der Ostkirchen eine sehr große Bedeutung. Der Zweck der Ikonen ist, Ehrfurcht zu erwecken und eine existenzielle Verbindung zwischen dem Betrachter und dem Dargestellten zu sein, indirekt auch zwischen dem Betrachter und Gott. Ikonen werden in der orthodoxen Kirche weder als Kunstgegenstände noch als Dekoration angesehen, sind aber wesentlicher Bestandteil der Byzantinischen Kunst.

Aber was verstehen wir heute unter einer Ikone? Wer ist ein Vorbild? Wer ein*e Held*in?

Die Schüler*innen haben Mindmaps angefertigt und sich Gedanken gemacht, welche Vorbilder Sie haben: ein persönliches Vorbild, ein Ikone als Objekt und ein*e gesellschafts- und länderübergreifende*r Held*in.

Die Kunstwerke sind in der Drucktechnik der Monotypie entstanden. Dieses Verfahren des „Einmaldrucks“ ist in der Drucktechnik besonders, da das gleiche Druckergebnis einzigartig ist und nicht wiederholt werden kann. Im Verfahren entstehen zudem Zufälligkeiten und unbeabsichtigte Effekte, sodass die Monotypie besonders unter surrealistischen Künstlern beliebt war.

Alle Ergebnisse der Schüler*innen wurden in der Tapeziertechnik mit Kleister und Japanspachtel auf einen modernen Flügelaltar ausgestellt – eine Versinnbildlichung der Ikonen unserer Zeit, die zum Nachdenken anregen.

Altar der Ikonen der Neuzeit

Text und Bild Wolfgang Huhn