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Mentor:innenfahrt nach Aachen

Zwei Tage Teamgeist, Sprache und Vielfalt

Zwei Tage, die verbinden: 35 Schüler:innen aus unterschiedlichen Bildungsgängen machten sich auf den Weg nach Aachen – und kamen mit mehr Mut, mehr Sprache und noch mehr Teamgeist zurück. Zwischen Stadtrallye, Think-Tank fürs Schulklima und einem Abend voller Spiel, Werwolf und internationaler Karaoke wuchs zusammen, was unsere Schule ausmacht: Vielfalt, Verständnis und echtes Miteinander.

Von Montag, dem 26.01.26 bis Dienstag, den 27.01.26 ging es für 35 Schüler:innen ins Euregionale Jugendgästehaus Aachen. Mit dabei: Schülerinnen und Schüler aus den Bildungsgängen IFK, Berufliches Gymnasium, GTA, Fahrzeuglackierer und Glaser – eine vielseitige Truppe, die perfekt zur Idee der Mentor:innenfahrt passt.

Das Mentor:innenprogramm ist eine Initiative des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs, das einerseits unsere internationalen Schülerinnen und Schüler beim Spracherwerb und ihrer Inklusion in die Schulgemeinschaft unterstützen und gleichzeitig das bildungsgangübergreifende Miteinander Am RRBK fördern möchte.

Und wie könnte das besser gelingen als durch unsere Schüler:innen selbst?

Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement setzen sie ein Zeichen für Vielfalt, Verständigung und Zusammenhalt. Sie schaffen Räume, in denen Sprache lebendig wird und aus ehemals Fremden nun Teamkolleg:innen werden. Damit tragen sie ganz konkret zu einem offenen Schulklima bei – mutig, wertschätzend und vor allem: gemeinsam.

Programm-Highlights

Ein Highlight der Fahrt war unter anderem die Stadtrallye durch Aachen bei der die Mentor:innen in Teams Aufgaben lösten, spielerisch die Stadt entdeckten und sich mit wärmendem Schwefelwasser gegen die Kälte schützten.

In einem ergebnisreichen Think-Tank brainstormten wir im Anschluss über Möglichkeiten, ganz konkret unser Schulklima positiv mitzugestalten – ein Projekt, das sich im Laufe des Programmes noch weiter entwickeln wird. 

Beim Abendprogramm genossen wir die gemeinsame Quality-Time mit Spiel und Spaß, in Werwolf-Runden und internationalen Karaoke-Klassikern inklusive Tanzeinlagen.

Unser Fazit

Zwei Tage, die nachwirken: mehr Mut zum Sprechen, mehr Verständnis füreinander und spürbar mehr Zusammenhalt. Die Mentor:innenfahrt macht Lust auf die nächsten gemeinsamen Schritte – in der Schule und darüber hinaus.

Redaktion: © Clara Imort

Packaging Design – Kreativität trifft Markenwelt

Im Rahmen der Fächer Digitale Gestaltung und Gestaltungstechnik haben die Oberstufen der Gestaltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten (GTA) unter der Leitung von Frau Leyer-Kiwus ein praxisnahes Gestaltungsprojekt durchgeführt. Im Mittelpunkt stand das Re-Design von Lebensmittelverpackungen, bei dem bekannte Produkte gestalterisch neu interpretiert und zeitgemäß überarbeitet wurden. Ziel war es, gestalterische Kreativität mit technischem Fachwissen und konzeptionellem Arbeiten zu verbinden.

Ausgangspunkt des Projekts war ein fiktiver Kundenauftrag, der den Schüler:innen ein realitätsnahes Arbeiten wie im späteren Berufsleben ermöglichte. Nach einem ausführlichen Briefing und der Analyse des Auftrags beschäftigten sich die Schüler:innen mit einer intensiven Recherchephase. Dazu gehörten sowohl Produkt- und Marktanalysen als auch die Auseinandersetzung mit bestehenden Verpackungslösungen und deren Wirkung auf unterschiedliche Zielgruppen. Auf dieser Basis wurden Kriterien für ein gelungenes Verpackungsdesign entwickelt, die Aspekte wie Funktionalität, Gestaltung, Wiedererkennbarkeit und Markenidentität berücksichtigten.

Die gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend in schriftlichen Konzepten festgehalten und durch Checklistenstrukturiert, um die weiteren Arbeitsschritte gezielt planen und überprüfen zu können. In einer semiotischen Analyseuntersuchten die Schüler:innen zudem die Bedeutung und Wirkung von Farben, Formen, Typografie und Bildsprache, um diese bewusst in ihren Entwürfen einzusetzen.

Darauf aufbauend entwickelten die Schüler:innen ihre gestalterischen Ideen mithilfe von MoodboardsScribbles und Rohlayouts weiter. Diese Entwurfsphasen ermöglichten es, verschiedene Gestaltungslösungen zu erproben und schrittweise zu verfeinern. Im nächsten Schritt wurde ein dreidimensionaler Dummy der Verpackung erstellt, um Form, Proportion und Funktion realitätsnah zu überprüfen.

Den Abschluss des Projekts bildete die digitale Umsetzung der Entwürfe. Die Schüler:innen erstellten professionelle Stanzvorlagen und setzten diese mit dem Grafikprogramm Adobe Illustrator um. So entstand aus einer ersten Idee ein vollständig ausgearbeitetes Verpackungsdesign, das den gesamten gestalterischen Prozess von der Analyse bis zur finalen Umsetzung abbildet.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie praxisorientiert und vielseitig die Ausbildung im Bildungsgang der Gestaltungstechnischen Assistent:innen ist und wie theoretisches Wissen, kreatives Arbeiten und digitale Gestaltungstechniken erfolgreich miteinander verknüpft werden.

© Redaktion: Caroline Leyer-Kiwus

Ein Licht für Friede und Hoffnung – DIY-Kerzenständer in der IFK-3

Und es werde Licht!

Welches Symbol verbinde ich mit Licht? Welche Bedeutung hat Licht für mich?

Die Schüler*innen der IFK-3 (Internationale Förderklasse) haben sich im Fach Religion bei Frau Imort und Herrn Huhn zum Einstieg der Lernsituation mit Lichterfesten in unterschiedlichen Religionen befasst: im Islam, Judentum und im Hinduismus.

In der Weihnachtswerkstatt sollte zum Thema Licht anschließend ein Do-it-yourself-Produkt entstehen: ein Kerzenständer aus Beton und Haselnussruten.

Am ersten Workshoptag haben die Schüler*innen zunächst alle benötigten Materialien an Ihrem Arbeitsplatz eingerichtet: einen Becher für den Betonfuss, Kunststoffgitter für die Stabilität des Betons und der Holzstöcke, einen Gummiring und ein bisschen Öl, um die Innenseite der Becher zu bestreichen, damit sich der Beton nach der Härtung leichter aus den Eimern lösen lässt.

Die Schüler*innen haben die Stöcke auf unterschiedliche Längen geschnitten, damit die Kerzen auf drei unterschiedlichen Höhen platziert werden können. Hier war gegenseitige Hilfe notwendig, damit es gelingt, die Stöcke gerade abzuschneiden und nicht abzuplatzen. 

Jede*r Schüler*in hat einen Kerzenständer erstellt, den sie auch für sich behalten dürfen. Für diejenigen, die am ersten Tag krank waren, wurde in Gemeinschaftsarbeit ein Modell vorbereitet, damit auch sie die Möglichkeit haben, am 2. Workshoptag den Kerzenständer fertig zu gestalten. 

Auch für unser Schulleitungsduo, Frau Merkenich und Herrn Rathmann, haben die Weihnachtswichtel einen Kerzenständer als Geschenk gebaut, aber psst….geheim!

Am zweiten Workshoptag musste der Betonfuss vorsichtig aus dem Eimer gelöst werden und jetzt war Geschicklichkeit gefragt: einige hatten noch nie gebohrt und einen Akkubohrer in der Hand gehabt. 

Wie funktioniert so ein Bohrer?

Die Stöcke oben gerade abzuschneiden war auch nicht ganz einfach. Die Kerzentüllen müssen gerade sein, damit die Kerzen senkrecht aufgesteckt werden können. Die Tüllen haben die Schüler*innen dann auf die Stöcke aufgeschraubt.

Nach dem Aufräumen war noch Zeit, unser kleines klasseninternes Lichterfest vor der Schule zu feiern: wir haben bei Chutney-Broten unsere Lichter bestaunt und beim Kerzenausblasen durfte sich jede*r etwas wünschen.

Was bedeutet wünschen? 

Wünschen bedeutet, dass Du jetzt etwas gerne hättest, aber es ist noch nicht da.

Ok. Dann wünsche ich mir Frieden.

Text Wolfgang Huhn

Bilder Clara Imort und Wolfgang Huhn

Mehsen Shubat vor der Klasse

Es ist nie zu spät, den richtigen Weg einzuschlagen

Die beeindruckende Entwicklung von Mehsen Shubat

Manchmal sind es genau diese Geschichten, die uns daran erinnern, warum wir tun, was wir tun. Mehsen Shubat ist ein ehemaliger Schüler unserer Schule, der vor fünf Jahren die Ausbildungsvorbereitung (AVB) bei uns besucht hat. Damals gehörte er zu den Schülern, die besonders viel pädagogische Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigten und das hatte gute Gründe.

Ein steiniger Weg

Mehsens Geschichte begann mit großen Herausforderungen: Als kleiner Junge kam er aus Syrien nach Deutschland und musste sich in einer völlig neuen Umgebung zurechtfinden. Die Jahre in der Ausbildungsvorbereitung (AVB) waren geprägt von Schwierigkeiten und der Suche nach Orientierung.

Nach seiner Zeit bei uns geriet Mehsen leider in falsche Kreise und rutschte in ein Milieu ab, das ihn schließlich bis in die Justizvollzugsanstalt führte. Doch genau dort erlebte er ein einschneidendes Ereignis, das ihm die Augen öffnete und ihn dazu brachte, sein Leben grundlegend zu überdenken.

Die Wende zum Erfolg

Mehsen schaffte es, sich vom falschen Weg abzuwenden und zurück auf den richtigen Pfad zu finden. Er absolvierte eine Ausbildung zum Sicherheitsfachmann und legte damit den Grundstein für seine beeindruckende Karriere. Heute leitet Mehsen eine eigene Firma im Sicherheitsbereich mit 175 Mitarbeitern deutschlandweit: www.sskoelnerschutzteam.de Sein Unternehmen übernimmt anspruchsvolle Aufträge, wie beispielsweise die Sicherung am Zülpicher Platz am 11. November, einem der belebtesten Orte während der Karnevalszeit in Köln.

“Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können, und unterschätzen, was sie in einem Jahrzehnt erreichen können.” Tony Robbins

Eine inspirierende Begegnung

Das Besondere: Mehsen kam zurück an unsere Schule und erzählte unseren Schülerinnen und Schülern seine Geschichte persönlich vor mehreren Klassen. Er sprach offen über seine Fehler, seine Zeit in der JVA und den Wendepunkt in seinem Leben. Seine Botschaft war klar: Es ist nie zu spät, den richtigen Weg einzuschlagen.

Diese ehrlichen Worte eines ehemaligen Schülers, der selbst durch schwierige Zeiten gegangen ist, haben unsere Schülerinnen und Schüler tief beeindruckt und zum Nachdenken angeregt.

Eine Inspiration für uns alle

Mehsens Geschichte ist eine Inspiration, nicht nur für unsere aktuellen Schülerinnen und Schüler, sondern auch für unser gesamtes Kollegium. Sie zeigt, dass jeder Mensch Potenzial hat, dass Fehler Teil des Lebens sind und dass es möglich ist, aus ihnen zu lernen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Wir sind unglaublich stolz auf Mehsen und dankbar, dass er den Mut hatte, seine Geschichte mit unseren Schülerinnen und Schülern zu teilen. Geschichten wie diese motivieren uns jeden Tag aufs Neue, an jeden Einzelnen zu glauben und niemanden aufzugeben.

Herzlichen Glückwunsch, Mehsen!

Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg!

Redaktion: Alex Weber

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Unsere Schule durch die Kamera der FOS 12

Wie wirkt unsere Schule auf ganz unterschiedliche Menschen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule Gestaltung im Fach Mediendesign. Die Schüler*innen entwickeln und produzieren kurze Imagefilme, die zeigen, wie vielfältig unsere Schulgemeinschaft ist und wie unterschiedlich man sie erzählen kann.

Die Aufgabe: Jede Gruppe wählt eine konkrete Zielgruppe – etwa besorgte Eltern, unmotivierte Schülerinnen, LGBTQ-Jugendliche oder Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten – und denkt deren Blick konsequent mit. Es geht um passende Bilder, verständliche Botschaften, stimmige Musik und eine klare Geschichte.

Auf der Homepage werden neben diesem Artikel zwei Filme als Beispiele zu sehen sein: Ein Team richtet seinen Film an Menschen, die geflüchtet sind. Der Clip zeigt Szenen aus dem Unterrichtsalltag, die Sprecherstimme übernimmt der Englischlehrer. Allein die Planung dafür – die Aufnahmen in verschiedenen Klassen, die Abstimmung von Text und Bild- verlangte viel Organisationstalent. Im zweiten Ergebnis hat die Gruppe gezielt ein KI-Tool zur Gestaltung der Sprechstimme eingesetzt, um Tonfall und Wirkung passgenau zur Zielgruppe auszurichten.

Die Schüler*innen trainieren dabei Teamarbeit, Projektplanung, Kamera- und Schnitttechnik sowie die gezielte Ansprache verschiedener Zielgruppen. Vielen Dank an die FOS 12 für Engagement und Kreativität!

Redaktion: © Christine Mai